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Regalsysteme

Regalsysteme sind in vielfältigen Bauformen anzutreffen. Ihr Aufbau ist dem jeweiligen Einsatz angepasst und leitet sich aus den unterschiedlichsten Randbedingungen ab. Die wichtigsten Auslegungsgrößen für ein Regal sind die verwendeten Ladehilfsmittel, die Gewichte und Maße der Lasten sowie die eingesetzten Flurförderzeuge. Im Zusammenhang mit Schmalgangsystemen kommen in erster Linie Palettenregale zum Tragen. Je nach Lastgewicht können sie als Ein- oder Mehrplatzsysteme aufgebaut sein. Die Grundlage der statischen Nachweisführung bildet die EN 15512 „Ortsfeste Regalsysteme aus Stahl – Verstellbare Palettenregale – Grundlagen der statischen Bemessung“. 

Regale zur Palettenlagerung

Mehrplatzregal

Mehrplatzregal

Mehrplatzregale sind die meistverwendeten Regalsysteme. Im Gegensatz zu Einplatzregalen tragen sie auf jeder Ebene mehrere Paletten zwischen zwei Ständern. Sie erreichen in der Standardausführung Höhen von acht bis zehn Meter und lassen sich darüber hinaus zu Hochregalen mit zwölf Meter und bei automatischer Bedienung bis 40 Meter Höhe aufstocken. Durch zusätzliche Tiefenauflagen könnten Paletten und andere Ladehilfsmittel bei Bedarf auch quer gelagert werden. Mehrplatzregale eignen sich gut für große Mengen einzelner, hauptsächlich palettierter Artikel. Gegenüber der Blockstapelung bieten Mehrplatzregale die Vorteile der druckfreien Lagerung und des direkten Zugriffs auf alle Paletten. Zudem lassen sich eine doppeltiefe Lagerung und das lagerwirtschaftliche Prinzip „First in – first out“ realisieren. Beschickt werden die Regale wie bei Einplatzregalen mithilfe von Flurförderzeugen oder Regalbediengeräten. Durch den Einsatz von Schmalgangfahrzeugen sind Ein- und Auslagerungen auch längs möglich. Dadurch lässt sich die Gangbreite auf 1 400 Millimeter (Schmalgang) reduzieren.

Mehrplatzregal für den Schmalgang

Schmalgangsysteme sind die größten unter den Mehrplatzregalen. Sie bieten alle Leistungsmerkmale des Mehrplatzregals in Höhen über zehn Meter und stehen frei in der Halle. Kennzeichnend sind der geringe Flächenbedarf für Arbeitsgänge sowie sehr große Hubhöhen. Insbesondere bei nur begrenzt zur Verfügung stehender Fläche und der Notwendigkeit einer höheren Umschlagleistung gegenüber „normalen“ Mehrplatzregalen verwendet man Schmalgangsysteme. Dabei werden Schmalgangstapler oder Regalbediengeräte (RBG) eingesetzt.

 Einplatzregal

Einplatzregal

Einplatzregale tragen zwischen zwei Ständern auf jeder Ebene eine Ladeeinheit je Fach. In Tiefenrichtung angeordnete Winkelprofile übernehmen die Auflagenfunktion. Durch den Fortfall von Regalauflagen wird zusätzlich Raum gewonnen. Einplatzregale eignen sich besonders gut zur Lagerung von Sortimenten mit großen Mengen je Artikel und schweren Gütern. Durch die griffgünstige Anordnung der Ladeeinheiten spielen Einplatzregale immer dann ihre Stärke aus, wenn direkt von der Palette oder aus der Gitterbox kommissioniert werden soll. Einplatzregale lassen sich sowohl manuell als automatisch bedienen, wahlweise von Staplern oder Regalbediengeräten. Dank der Tiefenauflagen kann man den Stapelvorgang besonders zügig und sicher abwickeln. Die freie Lagerplatzzuordnung, der direkte Zugriff auf alle Ladeeinheiten und die sichere Stapelmöglichkeit bis in große Höhen sind Vorzüge gegenüber der Blockstapelung. Zudem eignen sich Einplatzregale für „First in – first out“.

 Hochregal-Silo

Hochregal-Silo

Hochregal-Silos sind Regalkonstruktionen, an denen das Dach und die Wände der betreffenden Halle befestigt werden. Die für Einzelplatzzugriff und somit für „First in – first out“ ausgelegten Lager werden automatisch gesteuert und erreichen Höhen von bis zu 40 Meter. Die Silobauweise ermöglicht kürzeste Bauzeiten und bietet interessante Abschreibungsmöglichkeiten. Hochregal-Silos werden zur Lagerung großer Mengen eines Artikels mit hoher Umschlagleistung eingesetzt. Das Regalsystem wird durch automatische Regalbediengeräte bedient.

 Verfahrbares-Regal

Verfahrbares Regal

Verfahrbare Regale sind auf fahrbaren, motorisierten Untersätzen montiert. Insofern kann an jeder beliebigen Stelle des Systems ein Regalgang geöffnet werden. Durch den Einsatz verfahrbarer Regale lässt sich die Anzahl der Regalgänge gegenüber konventionellen Regalen um bis zu 90 Prozent verringern. Ein Vorteil, aus dem ein höherer Raumnutzungsgrad resultiert. Dennoch befindet sich jede Ladeeinheit immer im direkten Zugriff. Verfahrbare Regale eignen sich speziell für mittlere Gütermengen und eine mittlere Artikelanzahl mit geringer Zugriffsanforderung. Sie lassen sich von Fahrzeugen mit größerem Gangbreitenbedarf ohne viel Platzbedarf bedienen, da nur einzelne Gänge erforderlich sind. Zudem ermöglichen sie Einzelplatzzugriff und somit „First in – first out“.

Durchlaufregal für Paletten

Durchlaufregale bestehen aus aneinandergereihten Regalständern, die einen Kanal bilden. Stapler lagern auf der einen Seite des Durchlaufregals ein und auf der entgegengesetzten Seite aus. Sobald eine Palette entnommen wird, rücken die nachfolgenden Paletten selbsttätig auf den leicht geneigten Rollenbahnen nach. Bremsrollen halten dabei die Ablaufgeschwindigkeit unter Kontrolle. Eine automatische Trennvorrichtung sorgt dafür, dass die vordere Palette nie unter Staudruck der nachfolgenden steht. Optional sind automatisch angetriebene waagerechte Rollenbahnen innerhalb des Kanals lieferbar. Durchlaufregale eignen sich für die Lagerung großer Mengen gleicher Artikel. Aufgrund ihrer Konzeption wird das Fifo-Prinzip (First in – first out) zwangsweise eingehalten. Die Vorteile liegen in einem optimalen Füllgrad und in einer bestmöglichen Flächennutzung. Die Einlagerung erfolgt typischerweise in Längsrichtung durch Gabelstapler oder durch radunterstützte Stapler.

Einschubregal

Einschubregale bestehen aus aneinandergereihten Regalständern, die einen Kanal bilden. Die Neigung der Bahnen beträgt drei bis fünf Prozent. Ein- und ausgelagert wird bei diesem System von derselben Regalseite aus. Befinden sich bereits Ladeeinheiten in einem der Kanäle, muss mit der neu einzulagernden Ladeeinheit die vorher abgestellte gegen die Neigung geschoben werden. Beim Auslagern rücken die bereits im Kanal vorhandenen Paletten selbstständig nach. Üblich sind drei Paletten hintereinander je Kanal. Einschubregale eignen sich für die Lagerung großer Mengen gleicher Artikel. Ihre Vorteile liegen in einem optimalen Füllgrad und einer bestmöglichen Flächennutzung. Sie werden durch Gabelstapler oder radunterstützte Stapler bedient.

 

Einfahr-/Durchfahrregal

Beim Einfahr- und Durchfahrregal lagern mehrere Ladeeinheiten in verschiedenen Ebenen hintereinander auf beidseitigen durchgehenden Tiefenauflagen (Palettenschienen). Gabelstapler fahren in diese Regale ein und stellen mehrere Paletten hintereinander ab. Beim Ein- und Auslagern muss ein Zyklus pro Regalfeld von oben nach unten (oder umgekehrt) eingehalten werden. Beim Einfahrregal ist die Regalbedienung nur von einer Seite aus möglich (Last in – first out). Im Gegensatz dazu kann in ein Durchfahrregal von einer Seite eingelagert und gleichzeitig an der gegenüberliegenden Seite ausgelagert werden (First in – first out). Dadurch ist die Umschlagleistung von Durchfahrregalen, gegenüber Einfahrregalen, höher. Einfahr- und Durchfahrregale eignen sich optimal zum Lagern großer, schwerer Gütermengen bei geringer Artikelvielfalt. Das Regalsystem verbindet die Vorteile der Block- und der Regalstapelung: kompakte Raumnutzung bei großer Stapelhöhe und Schonung des Ladegutes. Vor dem Einfahren in den Stichgang hebt das Fahrzeug die Palette auf die Höhe der gewünschten Regalebene an. Das Fahrzeug darf nicht breiter sein als die Palette. Seitsitzstapler eignen sich für diese Arbeit besonders gut, da sie dem Fahrer auch bei Rückwärtsfahrt ein freies Blickfeld bieten.

 Shuttle-Kompaktlagersysteme

Shuttle-Kompaktlagersysteme

Von einem Flurförderzeug abgesetzte und dann selbstständig im Palettenkanal verfahrende Shuttle beziehungsweise Carrier bilden das Herzstück der Shuttle-Kompaktlagersysteme, die aus dem Kanalregal, dem Trägerfahrzeug und dem Carrier bestehen. Als Shuttle dienen zum einen Carrier, die mit Gabeln in die Paletten einfahren und für häufige Kanalwechsel ausgelegt sind, wie man sie zum Beispiel für die Tourenbereitstellung unterschiedlicher Artikel in Distributionslagern fordert. In diesen Fällen geht es in der Regel um eine geringere Palettenanzahl je Artikel, die in kürzeren Kanäle lagern, sowie um Auftragszusammenstellungen aus verschiedenen Artikeln oder um die Nachschubversorgung in Kommissioniertunnelsystemen. Dagegen eignen sich Carrier, die eine Plattform zur Lastaufnahme nutzen und die Paletten dabei unterfahren, vor allem für wiederholte Ein- und Auslagerungen im selben Palettenkanal. Sie werden deshalb bei einer höheren Palettenanzahl je Artikel, längeren Kanälen oder Auftragszusammenstellungen aus überwiegend denselben Artikeln eingesetzt. Beide Shuttletypen sind in vielen, an den individuellen Einsatzfall anpassbaren Varianten lieferbar. Durch die Shuttlesysteme können auf gleicher Hallengrundfläche die Anzahl der Arbeitsgänge reduziert und die der Palettenplätze erhöht werden, sodass hohe, wirtschaftliche Füllgrade (speziell bei unterschiedlichen Artikeln) erzielbar sind. Dazu trägt auch bei, dass diese Systeme die Raumhöhe durch eine geringe Fachhöhe im Regal optimal nutzen und dass sie sehr flexibel in Bezug auf verschiedene Palettentypen sind. Die Einsatzgebiete entsprechen denen von Einfahrund Durchfahrregalen; mit den weiteren Vorteilen, dass die Umschlagleistung der Shuttlesysteme höher ist und nur pro Kanal artikelrein gelagert werden muss. Die Raumnutzung wird somit noch einmal stark verbessert. Das System ist nicht nur für eine große, sondern auch für eine mittlere Zahl von Artikeln bei mittleren bis großen Beständen je Artikel geeignet. Typische Anwendungsfelder sind Tiefkühllager, Produktionspufferlager, Kommissioniernachschublager und die gesamte Speditionsdienstleistungsbranche.

Kompaktlager, Kanalregal

Regale zum Lagern von Behältern, Tablaren und Kartons

Fachbodenregal für Lagerung und Kommissionierung

Die Lagerung erfolgt auf Fachböden aus Stahlblech oder Holz über mehrere Ebenen. Fachbodenregale sind in ihrer Bauweise als Steck- oder Schraubregal lieferbar und auch für Hochregaleinrichtungen mit über zwölf Meter Höhe geeignet. Sie ermöglichen die Lagerung von Gütern in großen Artikelsortimenten bei kleinen bis mittleren Mengen. Das Regalsystem ist für Kleinteile, aber auch für sperrige Teile mit oder ohne Ladungsträger für alle Branchen universell einsetzbar. Eine Vielzahl an Bauelementen und Zubehörteilen erlaubt eine individuelle Anpassung des Regalsystems an bestehende Raum- und Nutzungsvorgaben. Bei der statischen Bereitstellung der Ware – nach dem Prinzip „Mann zur Ware“ – ist darauf zu achten, dass sich die Ware stets im direkten Zugriff für den Kommissionierer befindet. Das Kommissionierregal bietet dafür die besten Voraussetzungen: Es ist flexibel im Einsatz, leicht verstellbar und beliebig kombinierbar. Die manuelle Kommissionierung wird erleichtert, die Zugriffszeiten verkürzen sich. Bedient werden Fachbodenregale auch durch Horizontal- und Vertikalkommissionierer sowie durch Regalbediengeräte.

Durchlaufregal für Kleinteile

Durchlaufregale für Kleinteile beziehungsweise Packungen jeder Größenordnung arbeiten nach dem Fifo-Prinzip (First in – first out). Rollenbahnen sorgen dafür, dass die eingelagerte Ware selbsttätig zur Entnahmestelle vorrückt. Durch die sehr kompakte Form der Vorratslagerung entstehen sehr kurze Kommissionierwege. Eine deutliche Einteilung trägt außerdem dazu bei, Fehler zu vermeiden. Durchlaufregale werden vor allem zum Kommissionieren eingesetzt. Als Durchlaufrahmen lassen sie sich auch in Standard-Palettenregale integrieren. Zudem sind Durchlaufregale – alleinstehend oder integriert – auch für Kühlhäuser lieferbar. Wahlweise kann man auch eine Pick-by-Light- Lösung integrieren. Bedient werden diese Durchlaufregale von Hand sowie durch Horizontal- oder Vertikalkommissionierer, bei mehrgeschossigen Anlagen auch über eingezogene Kommissionierbühnen. Die Vorteile liegen in der Einsparung von Arbeitsgängen, durchgängigen Reservezonen, in getrennten Ein- und Auslagerungen sowie im Fifo-Prinzip (First in – first out).

Regale zur Langgutlagerung und Bühnen

Kragarmregal

Die zum Lagern von Langgut, zum Beispiel von Stangen, Rohren und Platten, ausgelegten Kragarmregale lassen sich durch zusätzliche Elemente beliebig verlängern. Die Regalständer sind jeweils mit mehreren Kragarmen (Auflagen) ausgerüstet, die die Lasten tragen. Der Abstand der Ständer richtet sich nach dem Gewicht des Lagergutes. Optional lieferbare Begrenzungsstücke an den Kragarmen sichern die Last zusätzlich. Auf den Kragarmen werden Güter mit mittleren und hohen Eigengewichten in kleinen bis großen Mengen je Artikel bei mittlerer Umschlagleistung gelagert. Die Bedienung erfolgt durch Flurförderzeuge, zum Beispiel durch Vierwege- oder Mehrwegestapler. Da diese ohne Schwenkmanöver im Gang auskommen, benötigen sie nur sehr geringe Gangbreiten. Kragarmregale lassen sich schnell an geänderte Sortimente anpassen und zu Fachbodenregalen umrüsten.

Lagerbühne

Die Lagerbühne ist eine selbsttragende, begehbare und teilweise befahrbare Stahlbaukonstruktion. Sie stellt eine zusätzlich aufgestellte Fläche innerhalb eines Raumes dar. Lagerbühnen schaffen eine weitere Lagerfläche auf der Bühne und lassen den Boden darunter für andere Aufgaben frei – zum Beispiel für die Produktion. Vor allem gegenüber fest eingezogenen Zwischengeschossen bieten Regalböden eine Vielzahl an individuellen Gestaltungsmöglichkeiten. So können sie zum Beispiel auch als Kommissionierbühnen eingesetzt werden. Lagerbühnen lassen sich so auslegen, dass nicht nur Handgabelhubwagen, sondern auch Elektrohubwagen darauf fahren können. Für den Materialfluss vom Erdgeschoss zur Bühne sorgen Flurförderzeuge oder Fördertechniken. Mitarbeiter gelangen über Treppen auf die Bühne.

Kommissionierbühne

Je nach Warenart, Durchsatz und zur Verfügung stehender Zugriffszeit ist oft die Kombination von zwei Systemen am wirtschaftlichsten. Bestes Beispiel dafür ist die Kommissionierbühne, die Kombination aus Fachbodenregal und Lagerbühne. Diese mehrgeschossige Bauweise hat vor allem den Vorteil, dass Mitarbeiter auf mehreren Ebenen übereinander gleichzeitig Lagergüter entnehmen können. Durch Kommissionierbühnen bezieht man den oberen Hallenbereich in die Kommissionierzone ein. Der Einsatz von Vertikalkommissionierern ist somit nicht notwendig. Hand- und Elektrowagen unterstützen den Kommissioniervorgang. Rutschen und Bänder bringen die Waren ins Erdgeschoss. Beschickt werden die Regale von außen mit Flurförderzeugen. Kommissionierbühnen stehen für eine optimale Raumnutzung und kurze Kommissionierwege.

Warmbold Jürgen, Enzyklopädie der Flurförderzeuge