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Elektro-Geh-Gabelstapler

Elektro-Geh-Gabelstapler

Gabelstapler mit batterieelektrischem Fahr- und Hubantrieb, die von einer mitgehenden Person manuell gelenkt werden.

Im Gegensatz zu freitragenden Gabelstaplern handelt es sich um radarmunterstützte Flurförderzeuge. Die normgerechte Typenbezeichnung dafür ist EGG. Elektro-Geh-Gabelstapler sind dort wirtschaftlich, wo nur geringe Fahrstrecken oder eine Lagerung von Einheitslasten in mittleren Höhen von knapp über fünf Meter verlangt werden. Man setzt sie zum Be- und Entladen von Lkw oder zum Stapeln im Block- oder Palettenregallager ein. Elektro-Geh-Gabelstapler sind vor allem mit Tragfähigkeiten von 1 000 bis 3 000 Kilogramm auf dem Markt. Der genormte Lastschwerpunktabstand beträgt bei diesen Geräten eine halbe Palettenlänge, also meist 600 Millimeter. Zu den bekannten Modellen zählen Geräte, die mit 24-Volt-Antriebsbatterien, in einigen Fällen auch mit zwei 12-Volt-Starterbatterien ausgerüstet werden, was preisgünstiger ist. Das gelenkte Rad wird mit Drehstrommotoren von circa 0,5 bis 2,8 Kilowatt Stundenleistung angetrieben.

Die Funktionen Heben und Senken der Gabeln werden über einen separaten Hubmotor gesteuert, wobei Hubmotoren von rund 1,2 bis drei Kilowatt bei maximal 15 Prozent Einschaltdauer üblich sind. Stand der Technik sind energiesparende sowie staub- und feuchtigkeitsgeschützte elektronische Impulssteuerungen. Elektro-Geh-Gabelstapler haben häufig ein eingebautes Ladegerät, mit dem sich die Batterie an der nächstgelegenen Steckdose aufladen lässt. Elektro-Geh-Gabelstapler werden auch in explosionsgeschützten Versionen sowie im Sonderbau oder als Kleinserien in weiteren Spezialisierungen angeboten.

Der Durchmesser der Antriebsräder beträgt etwa 230 Millimeter, der der Lasträder circa 82 bis 85 Millimeter. Diese kleinen Räder erfordern gute und befestigte Böden. Bei der Bereifung handelt es sich meist um Polyurethan-Reifen (zum Beispiel Vulkollan), die eine längere Lebensdauer haben. Abhängig vom Fahrzeugmodell gibt es (nicht teleskopierende) Einfachmaste oder Teleskopmaste. Für größere Stapelhöhen sind Duplex- oder Triplex- Teleskopmaste erhältlich. Die Geräte erreichen Hubhöhen von circa 5 300 Millimeter. Die Fahrleistungen liegen unter denen der Fahrerstand- oder Fahrersitzgeräte. Da ein Mitgänger dem Gerät folgen muss, ist die Fahrgeschwindigkeit auf sechs Kilometer pro Stunde in der Ebene beschränkt. Elektro-Geh-Gabelstapler können mit Anbaugeräten versehen werden. Für größere Fahrstrecken gibt es Ausführungen, bei denen vor der Antriebseinheit eine Standplattform für den Fahrer vorgesehen ist. Aus Sicherheitsgründen ist für diese Geräte ein Fahrerschutzdach vorgeschrieben, wenn sie die Last höher als 1 800 Millimeter anheben und der Bediener auf der Plattform stehend mitfährt. Optional bieten einige Hersteller ein Lastenschutzgitter an, weil ein Fahrerschutzdach am Mast zu niedrig für den stehenden Bediener wäre. Alternativ wäre es möglich, die Funktion Heben ab 1,8 Meter Hubhöhe zu sperren und wieder zu entsperren, wenn der Bediener von der Plattform steigt und die Seitenarme einklappt, sodass bei herabfallenden Teilen die Möglichkeit der Drei- Wege-Flucht besteht.

Die Geräte müssen zudem den Standsicherheitsvorschriften entsprechen und mit einer Totmann- Schaltung versehen sein, die das Fahrzeug bremst, wenn der Bediener die Deichsel loslässt oder von der Plattform absteigt.

Warmbold Jürgen, Enzyklopädie der Flurförderzeuge