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Arbeitsgangbreite

Die Arbeitsgangbreite ist die Wegbreite, die das Flurförderzeug im Lager zwischen den Regalen oder zwischen den gestapelten Gütern (Container, Paletten, Kisten) benötigt, um alle vorgesehenen Funktionen – Fahren, Ein- und Ausstapeln, Heben und Senken – ausführen zu können. Die Arbeitsgangbreite beeinflusst direkt den Lagerflächennutzungsgrad. Je breiter die Fahrwege, desto weniger Lagerfläche steht auf einer vorgegebenen Fläche zur Verfügung. (Verkehrswege) Die benötigte Arbeitsgangbreite hängt von der Bauart des Flurförderzeugs und seiner Größe ab. Die Arbeitsgangbreite ist bei Gegengewichts- und Schubmaststaplern anders zu berechnen als bei Seiten-, Dreiseiten-, Quer- und Vierwegegabelstaplern. Direkten Einfluss auf die Gangbreite hat auch die Tragfähigkeit des jeweils eingesetzten Gerätes. Aus Konstruktions- und Standsicherheitsgründen sind Flurförderzeuge mit größerer Nenntragfähigkeit breiter. Bei Gegengewichtgabelstaplern spielt der vordere Überhang – das X-Maß, das den Abstand von der Mitte der Vorderachse bis zum Gabelrücken angibt – eine Rolle: Je kleiner der vordere Überhang ist, der unter anderem vom Durchmesser der Vorderräder abhängt, umso geringer kann die Arbeitsgangbreite ausfallen. Gegengewichtgabelstapler müssen zum Ein- und Ausstapeln im Gang um 90 Grad drehen und brauchen entsprechend große Arbeitsgangbreiten. Seiten-, Dreiseiten-, Quer- und Vierwegestapler drehen im Gang nicht und kommen mit weniger Arbeitsgangbreite aus.

Warmbold Jürgen, Enzyklopädie der Flurförderzeuge